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Futterpatenschaft

"Futter hilft Leben retten"

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Collage Fotor LimpingEs war eine sehr bewegte Zeit und eigentlich weiss ich gar nicht so richtig, wo ich beginnen soll. Der Reihe nach? Oder doch das, was mir gerade im Kopf herumschwirrt?

Nun gut… ich beginne einfach mit der Geschichte der 7 Hunde vom hinkenden Mann!
Aufmerksam auf ihre Geschichte wurden wir durch Facebook, wo eine Organisation nach Hilfe suchte, nachdem sie von einem Mann kontaktiert worden sind, den man als *The Limping Man* kannte.

Er war dafür bekannt Hunde zu *retten*… Wir würden es eher *Animal Hording Syndrom* nennen.
Keiner weiss genau wieviele Hunde er im Haus hatte… und immer wieder hat er Hilfe abgelehnt, wenn Organisationen angeboten haben, ihm bei der Vermittlung zu helfen.

Jetzt war es aber so, dass er ins Gefängnis muss, wegen Betrug. Auf Facebook sahen wir die Fotos von dem *Zuhause* und es sah schlimm aus. Leider wurden die Fotos inzwischen entfernt. Gerne hätte ich euch gezeigt, unter welchen Umständen diese Hunde gelebt haben, aber leider ist das nicht möglich und die Organisation hat leider auch nicht auf meine Bitte um die Bilder geantwortet.

PAWS bot also Hilfe an, da wir freie Plätze zur Verfügung hatten. Man fuhr hin und war erstmal geschockt über den Geruch und die fürchterlichen Bedingungen, unter denen die Hunde leben musste. Im Haus stank es fürchterlich und offenbar fand es niemand nötig, zu putzen oder sich wirklich um die Hunde zu kümmern.

Was fast alle Hunde gemeinsam hatten: Sie waren extrem übergewichtig. Das schien Ausdruck der Pflege und Fürsorge zu sein, die man den Tieren zukommen liess. Mehr aber auch nicht.

Alle Hunde kennen keine Leine und flippten völlig aus, als man versuchte, ihnen eine Leine anzuziehen um sie ins Auto zu kriegen. So schaffte man erstmal nur zwei Hunde zu verladen… und fuhr damit erstmal los von Larnaca Richtung Paphos.
Die Fahrt endete allerdings recht schnell, denn einer der Hunde flippte nicht nur an der Leine, sondern auch in der Box aus. Die teure Gulliver 7 Box wurde so zerlegt, dass sie nur noch auf den Müll gehen kann… und weil es zu gefährlich war, den Hund einfach so im Auto zu transportieren, fuhr man mit ihm zurück.

Ihr werdet euch vielleicht wundern, wieso ich für die Hunde keine Namen benutze… aber die sind mir bis jetzt leider nicht bekannt. Auch da warten wir noch auf Infos des Vereins der um Hilfe gebeten hat.

Der eine Rüde der also erstmal bei uns einzog war fürchterlich verängstigt. Er versuchte auszubrechen und unseren Zwinger zu zerstören um zu entkommen. So etwas gibt es eigentlich sehr selten. Normalerweise fügen sich die Hunde schnell bei uns ein und schätzen die Aufmerksamkeit, die Sauberkeit und die Zuwendung. Er war zwar freundlich, man musste ihn aber in die Enge drängen, um an ihn heranzukommen. Versuchte man ihn zu streicheln, zitterte er ganz fürchterlich…

PAWS bot immer noch HIlfe mit den anderen Hunden an, verlangte aber, dass der andere Verein den Transport zu uns ins Tierheim organisiert. So kamen also am Freitag weitere 6 Hunde bei uns an. Wir haben vorgängig eine ganze Sektion mit 5 Zwingern für die Hunde freigemacht… und den bereits vorhandenen Hund auch dorthin gebracht, damit er seine Freunde wiedersehen kann. Als sie ankamen, war die Wiedersehensfreude riesig und der Hund war wie ausgewechselt… Es war sehr schön mit anzuschauen und überhaupt freuten wir uns über den Anblick dieses Rudels.

Okay… ich war ein wenig verunsichert, da das ganze Rudel geschlossen sofort die Grenzen des grossen Auslaufes ablief und es schien mir, als dass sie nach Ausbruchsmöglichkeiten suchten… aber man soll ja nicht immer gleich pessimistisch denken.
Wir sassen also noch eine Weile bei den Hunden und erfreuten uns des Anblicks, wissentlich, dass nun ein besseres Leben für sie beginnen wird… Kurz nachdem wir uns wieder anderen Aufgaben widmeten, hörten wir einen Schrei… Sofort rannten wir hin und zu unserem Erstaunen, war das gesamte Rudel nicht mehr in der für sie vorgesehenen Sektion, sondern in der angrenzenden, wo sie geschlossen die arme Bruna jagten. Noch nie ist Bruna so schnell zu mir gerannt, als sie realisierte, das ich sie retten wollte.

Die 7 Hunde haben es geschafft, unsere massiven Abgrenzungen einfach mal zu zerlegen. Massives Metall wurde einfach zerbogen und es war den Tieren egal, dass sie sich dabei selber verletzten und bluteten… Ausbrechen war ihnen wichtiger.
Auch im zweiten Auslauf versuchten sie sofort wieder alles zu zerstören und wir begannen schon so langsam uns zu sagen: Hätten wir uns vielleicht besser da raushalten sollen? Aber an aufgeben war jetzt nicht mehr zu denken und so musste erstmal wieder alles geflickt werden. Wir beschlossen die Hunde nicht einzeln in die Zwinger einzusperren, da diese sonst vermutlich auch zerlegt worden wären… und liessen einfach alle Zwinger zum Auslauf hin offen.

Mit einem unguten Gefühl verliessen wir das Tierheim und irgendwie graute uns vor dem darauffolgenden Morgen, denn wir wissen, zu was Hunde fähig sind… und vor allem ich machte mir Sorgen um unsere Katzen, falls es das Rudel schaffen sollte, auszubrechen.

In der Nacht regnete es stark und auch auf der Hinfahrt zum Tierheim hatten wir starken Regen… Es war noch dunkel und wir gingen nach hinten zu den Zwingern und konnten keinen einzigen Hund erblicken. Die vor dem Regen geschützten Zwinger waren alle leer und wir hatten erstmal einen grossen Schreck. Wir gingen in den Auslauf und trauten unseren Augen nicht. In dem Auslauf gibt es einen kleinen, eingezäunten Bereich in dem Sträucher, Büsche und Bäume sind… Da drin sassen alle Hunde… im strömenden Regen und raus konnte keiner mehr von ihnen…

Immerhin waren sie noch da… und wir beschlossen erstmal unsere Arbeit zu erledigen, bis es hell wird…
Als wir die Hunde dann endlich befreien konnten… war es schon ein wenig entspannter. Ich konnte keine

Ausbruchsmöglichkeiten mehr beobachten und sie schienen sich ein wenig mit der Situation abgefunden zu haben. Die Zwinger waren aber immer noch tabu und auch die Fütterund, die wir gerne einzeln gemacht hätten, von wegen kontrollierte Diät usw., lief anders als geplant, aber immerhin ohne Zwischenfälle. Die dickste von allen bekam am meisten ab… Sie scheint die Chefin im Ring zu sein… und wir müssen dafür dringend eine Lösung finden, denn noch dicker geht wirklich nicht.

Collage Fotor

Es sind noch so einige Lösungen zu finden. Wir haben 7 Hunde… alle so um die 30 kg und drüber… Alle erwachsen und komplett unerzogen… Wir müssen sie an Leinen gewöhnen… Müssen einen Weg finden sie zum Tierarzt zu bringen, also an Boxen zu gewöhnen… usw. usw. usw. Eine grosse und nicht einfache Aufgabe, die da auf uns zukommen wird.

Keiner der Hunde ist aggressiv… das macht es uns schon einfacher. Sie sind auch nicht extrem ängstlich und scheinen sich schnell an uns zu gewöhnen… aber trotzdem wird es nicht einfach werden, für diese Tiere ein Zuhause zu finden.
Wir werden nicht aufgeben und geben wie immer unser Bestes.

Jede Hilfe ist willkommen und wir würden uns über jede Spende freuen! Herzlichen Dank im voraus.

Susanne von Büren / PAWS Dog Shelter / Zypernhunde e.V.

   
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