Dobby geht es gut, auch wenn sich seine Haare nicht wie gewünscht zurückgemeldet haben. Immer noch ist er an vielen Stellen kahl, aber dafür macht er sonst gute Fortschritte. Er ist aktiver geworden, kommt freudig auf die Spaziergänge mit, geht dabei aber immer sein Tempo, ohne zu galoppieren und immer als letzter im Rudel.
Er geht nicht gerne auf steinigen Untergründen, vermutlich weil seine Pfoten rissig sind, aber die werden jetzt jeden Tag eingecremt und auch da machen wir gute Fortschritte. Inzwischen vermutet der Tierarzt, dass Dobby irgendwann eine Staupeinfektion überstanden hat. Vielen spricht dafür, so z.B. der schlechte Zustand seiner Zähne.
Am 16.2. hat Dobby einen Termin. Dabei wird evtl. ein Teil der Rute amputiert (ist noch nicht ganz sicher, denn aktuell sieht es recht gut aus), seine Zähne werden gemacht und einige werden leider gezogen werden müssen, seine Augenlider werden beide operiert und er wird kastriert.
Bis jetzt hat das Hoffen geholfen. Dobby ist immer noch bei uns und macht Fortschritte. Ich konnte nicht anders... und so habe ich Dobby mit nach Hause genommen. Das Tierheim war für ihn nicht der richtige Ort, vor allem jetzt, wo der Winter kommt.
Alle unsere Hunde haben Dobby sofort liebevoll aufgenommen und das obwohl sie sonst nicht immer so lieb sind mit fremden Hunden. Manchmal denke ich, sie merken, wenn ein Hund unsere Hilfe benötigt... Noch nie haben sie einen Pflegehund abgelehnt, auch wenn da so einige Nervensägen dabei waren.
Dobby ist jetzt unser kleiner Hauself, bis er gesund ist und wir für ihn ein tolles Zuhause finden.
Der letzte Besuch beim Tierarzt hat ergeben, dass er sehr schlechte Nierenwerte hat, also eigentlich ein Nierenversagen vermutlich aufgrund der Leishmaniose.
Ebenso benötigt er eine Operation an beiden Augenlidern, da sie nach innen verdreht sind und somit einen fast konstanten Tränenfluss an beiden Augen bewirken. Dazu muss er aber erstmal stärker werden.
Sein Gewicht ist bereits von 3 kg auf 4 kg gestiegen und sein Appetit ist trotz der Gabe von Milteforan noch vorhanden. Also bleiben wir diesesmal vor einer Zwangsfütterung verschont, wofür wir sehr dankbar sind. Über den Berg ist er leider immer noch nicht...
Zweimal in der Woche wird er mit einem Spezialshampoo gebadet. Er lässt es stoisch über sich ergehen, wie eigentlich alles, was wir mit ihm machen. Seine Haut hat sich schon ein kleines bisschen gebessert, aber es wird noch lange dauern, bis sie sich ganz erholt hat.
Dobby tippelt durchs Leben und scheint für alles dankbar zu sein, was man ihm zukommen lässt. Er hat ein ganz bezauberndes Wesen und auch mein Mann kann seinem Charme nicht widerstehen.
Bitte helfen Sie uns mit ihren guten Gedanken und auch mit finanzieller Unterstützung, Hunden wie Dobby eine Chance zu geben. Die Behandlung wird noch viel Geld verschlingen, wie auch die Operation und Corona macht auch uns unsere Arbeit schwer.
Auf Zypern können wir keine Anlässe im Tierheim mehr veranstalten, die uns zuvor viele Besucher und Spenden eingebracht haben... Durch den Lockdown ist zwar aktuell der Charityshop offen, war aber lange Zeit geschlossen, was uns auch riesige Verluste eingefahren hat.
Jammern und betteln ist und war nie unsere Stärke, aber wir müssen einsehen und lernen, dass wir die Karten offen auf den Tisch legen müssen und unsere Situation auch gegen aussen kommunizieren müssen.
Am Beispiel von Dobby können wir zeigen, was wir alles leisten und dass wir versuchen auch die schwierigen Fälle nicht durchs Netz schlüpfen zu lassen.
Susanne von Büren / PAWS Dog Shelter
